„Bestimmt sind die Störche in unser Nest gekommen, weil wir so weiße Farbspritzer drauf gemalt haben“, erinnern sich die Jüngsten der Feuerwehr Steinau. Seit ein paar Wochen hat ein Weißstorchpaar in der Steinauer Aue den Nistplatz angenommen. Morgens in der Frühe begeben sich die Jungstörche auf Futtersuche und kommen meist erst abends wieder zurück. In der zurückliegenden Regenperiode duckten sie sich oft tief ins Nest und vermittelten den Eindruck, dass auch sie den Schnabel von der vielen Nässe voll hatten. Nachdem nun auch die Bauern Silo mähen können, ist der Speiseplan der etwa 80 Zentimeter großen Vögel üppiger.
Am Donnerstagabend konnten die Steinauer beobachten, wie das Paar recht dicht hinter einem Traktor mit Mähmaschine herstolzierte und fleißig Insekten und Regenwürmer aufpickten. Sie ließen sich nicht stören. Pro Tag braucht ein ausgewachsener Storch etwa 500 bis 700 Gramm Nahrung, umgerechnet etwa 16 Mäuse oder 500 bis 700 Regenwürmer.
Im letzten Jahr haben etwa 5000 Storchenpaare in Deutschland gebrütet. Das hört sich recht viel an, doch reicht der Bruterfolg nicht aus, um die natürlichen Verluste auszugleichen. Stromtod durch Leitungen, Einsatz von Pestiziden und Einschränkungen des Lebensraumes und Nahrungsangebotes sind die häufigsten Ursachen für eine Dezimierung dieser Vogelart.
Die Feuerwehrdrachen Steinau hoffen, dass das Storchenpaar dem Nistplatz treu bleibt und dann auch im nächsten Jahr brütet. Vielleicht haben die Steinauer auf diese Weise etwas zum Schutz der Natur beigetragen. Weitere Informationen zur Feuerwehr Steinau unter www.feuerwehr-steinau.de.
Zum Artikel: Ein Nest für Adebar – Erneuerung eines Storchenhorstes - Fotos
