„Wir wollen den Kleinen das Leben eines Berufsfeuerwehrmannes näher bringen“, berichtete Max Baumgartl, Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart. Aus diesem Grund begleiten die Kids 24 Stunden die Feuerwehr. „Die Kinder finden es super und haben viel Spaß dabei“, erzählte Marius Trautrims, stellvertretender Jugendfeuerwehrwart aus Steinau. Aber nicht nur den Kindern bereitete der Tag Freude, auch von der umliegenden Bevölkerung wurde viel Interesse gezeigt. Am Vormittag konnten die Kleinen während verschiedenen theoretischen Übungen viel lernen. Auch bei der Fahrzeugkunde sowie Leiter- und Feuerlöschübungen hatte der Nachwuchsfeuertrupp seinen Spaß und erlebte die Arbeit eines Feuerwehrmannes hautnah. Während verschiedenen kleinen Einsätzen wurde den Kids beigebracht, wie wichtig Teamarbeit in diesem Beruf ist. Und plötzlich, um 17.30 Uhr, ging der Alarm los: „Die Wendelinusschule Steinau brennt – Personen im Gebäude.“ Mit lautstarken Sirenen düsten die Kleinen in Uniform los, um die zehn Kinder und zwei Puppen aus den verrauchten Räumen zu retten. Der Qualm der Nebelmaschine kroch aus allen Löchern, mit roter Farbe angemalte, verletzte Kinder klopften schreiend am Fenster – realistischer konnte die Feuerwehrübung kaum sein. Nachdem die ersten zwei Kids über Leiter aus den Fenstern des Obergeschosses geborgen worden waren, machte sich der nächste Einsatztrupp startklar und durchsuchte die unteren Räume. Während ein Teil der Jugendfeuerwehr die Personen aus dem Gebäude rettete, begann ein anderer Teil die Flammen zu löschen und den Qualm aus den Fluren abzupumpen. „Wir hoffen, dass die Kinder viel lernen und würden uns wünschen, wenn sie weiterhin das Interesse behalten. Vielleicht bleiben sie dabei und bilden den Nachwuchs unserer Feuerwehr“, sagte Trautrims. Am Sonntag geht es direkt weiter, auch wenn diesen Großbrand wahrscheinlich so schnell nichts überbieten kann.
