„Das passt irgendwie leider ins aktuelle Bild“, bedauert Künzells Spielertrainer Stefan Becker nicht nur die Niederlage, sondern auch die Art und Weise des 3:2-Siegtreffers durch Sebastian Mackrodt kurz vor Schluss: Eine Hereingabe von Sven Aschenbrücker wäre wohl auch so ins Netz gegangen, „Magges“ hielt den Fuß hin, traf den Ball aber nicht richtig, dennoch ging der Ball ins Netz. „Da hätten wir die Flanke unterbinden müssen“, moniert Becker, während Steinau/Steinhaus‘ Kapitän Andreas Heinzl frohlockt: „Schön, dass sein Knoten endlich geplatzt ist. Das 3:2 war natürlich ein glückliches Ende für uns. wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, Künzell war aber in der zweiten Hälfte am Drücker.“
Dabei war die FSV im ersten Durchgang zweimal in Führung gegangen, Künzell II hatte jedoch jeweils die richtige Antwort parat: Erst konterten die Gastgeber nach einem schnell ausgeführten Einwurf und gingen durch Sven Aschenbrücker in Führung, Simon Herbach profitierte aber nur wenig später von der starken Vorarbeit von Pascal Breunung auf der rechten Seite. Kurz darauf ging es nach einer Balleroberung ganz schnell, Sebastian Mackrodt kam zum Abschluss und brachte seine Farben wieder in Führung. Noch vor der Pause glich Künzell II durch Kapitän Julian Röder jedoch aus: Der Kapitän bekam den Ball von außen im Strafraum, stoppte das Leder und überlupfte David Goldmann im FSV-Kasten. In der zweiten Hälfte hatten die Gäste dann Feldvorteile, wurden aber auch nicht so richtig zwingend, den Gastgebern gelang dann der vielzitierte Lucky Punch kurz vor Ende. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, ärgert sich Becker, der mit seinem Team mit jetzt 29 Punkten nur noch einen Zähler vom vorletzten Tabellenplatz entfernt liegt. Die FSV hingegen ist mit 37 Punkten Siebter. „Noch ein Sieg, dann müssten wir aus dem Gröbsten heraus sein. Das war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagt Heinzl.
Tore: 1:0 Sven Aschenbrücker (12.), 1:1 Simon Herber (22.), 2:1 Sebastian Mackrodt (37.), 2:2 Julian Röder (44.), 3:2 Sebastian Mackenrodt (85.)
Zuschauer: 200.
