„Mein Opa war Lehrer in Steinau, da hat der Name Günther noch einen guten Klang“, lacht der 28-Jährige, der aber auch so viel positive Rückmeldung erhielt – schließlich schnürte er auch schon mehrere Jahre für die SG Steinau die Schuhe, bevor er 2015 nach Kerzell wechselte. „Natürlich kenne ich noch einige Leute aus dem Umfeld, aber von den damaligen Spielern sind nur noch ein, zwei da“, meint Günther, der zuletzt spielender Athletiktrainer bei der Helvetia war. „Ich habe als studierter Sportwissenschaftler ein gewisses Know-How, da geht es um verschiedene neue Übungen, um das Aufwärmprogramm und die Konditionseinheiten zu gestalten, ich konnte aber auch im mentalen Bereich viele Erfahrungen sammeln. Die Frische im Kopf kann den Unterschied machen“, weiß der Bewegungstherapeut in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Fulda.
Letztlich habe er nun den nächsten Schritt gehen wollen, entweder als Spieler oder als Spielertrainer: „Ich wollte mich persönlich weiterentwickeln“, betont Günther, der von guten Gesprächen mit den Vorstandsmitgliedern Uwe Herbert, Frank Möller und Jürgen Heil berichtet: „Der Kontakt nach Steinau und Steinhaus war immer da, so kam dann eins zum anderen. Die Gespräche waren gleich sehr positiv, das hat wie die Faust aufs Auge gepasst.“ Wer den 28-Jährigen künftig an der Seitenlinie unterstützt, ist noch unklar, der künftige FSV-Coach will sich aber ohnehin erst einmal darauf konzentrieren, mit der SGK die Klasse zu halten und will den aktuellen Trainer Jürgen Kreß in Ruhe seine Arbeit machen lassen, um doch noch die Liga halten zu können: „Jürgen wird die Mannschaft sehr gut einstellen“, ist Günther überzeugt.
Dennoch laufen aktuell die Spielergespräche mit dem aktuellen Kader und potenziellen Rückkehrern, die bereits für die SG Steinau, den SV Steinhaus oder die FSV gespielt haben: „Es kommt ja noch darauf an, in welcher Liga wir nächste Saison spielen, aber wir versuchen, eine super schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Viele Einheimische bleiben da, wir wollen als geschlossene Einheit mit einem guten Mix zwischen jungen und erfahrenen Spielern einen Neustart wagen“, verdeutlicht der 28-Jährige, der für die kommende Runde die Marschroute vorgibt: „Beim Abstieg wollen wir oben mitspielen, ansonsten ist der frühzeitige Klassenerhalt das Ziel.“
