Lokales 06.04.2022

Freiwillige Feuerwehr Petersberg – Viele Ehrungen für Einsatzkräfte

Petersberg (pa/as) – Die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Petersberg fand im März statt. Im Propsteihaus Petersberg kamen die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden der Gemeinde Petersberg zusammen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Hierbei wurden neben Grußworten und Berichten auch wieder zahlreiche Ehrungen ausgesprochen.

Geehrte und Ehrende (von links): Stellvertrender KBI David Hasenauer, Thomas Diel, Nico Ebert, Manuel Kirsch, Werner Pausch, Martin Dechant, Florian Arens, Ferdinand Möller, Achim Baier, Bernhard Leitsch, Manuel Weider, Michael Möller, Wolfgang Möller (verdeckt), Klaus Krieger, Thomas Krieger, Bernd Heil, Harald Kümmel, Christian Aschenbrücker, Erster Stellvertretender GBI Thomas Limpert, Markus Niewelt, GBI Christoph Möller. Foto: Feuerwehr Petersberg

Gemeindebrandinspektor Christoph Möller konnte mehr als 90 aktive Einsatzkräfte der Gemeinde Petersberg, Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung sowie zahlreiche Gäste zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung im Propsteihaus begrüßen. Er freute sich, dass die Kameradinnen und Kameraden so zahlreich erschienen waren. Nach all den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sei es wichtig, sich wieder in Präsenz zu treffen und persönlich auszutauschen – wenn auch unter Einhaltung der gängigen Hygienebestimmungen.

In seinem Jahresbericht ging Möller darauf ein, dass die Anzahl der Einsätze im Vorjahr im Vergleich zum „Corona-Jahr“ 2020 wieder deutlich angestiegen ist. Insgesamt 175 Einsätze und somit 62 mehr als im Vorjahr mussten abgearbeitet werden. Zwei Drittel dieser Einsätze seien sogenannte Technische Hilfeleistungen, wie beispielsweise zwei Forstunfälle oder auch einige Verkehrsunfälle. Insbesondere das Starkregenereignis des 5. Juni sorgte für eine Vielzahl von Einsätzen. Über 60 Einsatzstellen wurden im Zeitraum von fünf Stunden durch Petersberger und Hünfelder Einsatzkräfte im Gemeindegebiet bearbeitet.

Bei den Brandeinsätzen hob Möller einen Lkw-Brand zwischen Götzenhof und Stöckels hervor. Hier war eine schwarze Rauchwolke für die Einsatzkräfte bereits auf der Anfahrt sichtbar. Beim Brand einer Spedition in Künzell wurde die Nachbarkommune durch Einsatzkräfte aus Petersberg-Mitte und Petersberg-Steinhaus unterstützt. Die geleisteten Gesamtstunden der ehrenamtlichen Feuerwehrleute beliefen sich somit auf 3812 Stunden. Hinzu kämen noch 12.385 Stunden für Ausbildung, Lehrgänge, Brandsicherheitsdienste und Absicherungen.

Auch die Ausbildung sei das Vorjahr erneut herausfordernd gewesen, so Möller. Erneut mussten zeitweise die Präsenzdienste in der Feuerwehr ausgesetzt werden. Die Einsatzabteilungen waren im Vergleich zum Vorjahr allerdings besser vorbereitet. Das „Umschalten“ in Online-Ausbildung funktionierte reibungslos. Die Gemeinde Petersberg unterstützte diese Maßnahmen durch Einrichtung von Konferenz-Software und Beschaffung von Audio-/Videosystemen. Dies sei nicht selbstverständlich und wurde vom Gemeindebrandinspektor lobend hervorgehoben. Trotz des abermaligen Ausfalls vieler Lehrgangsveranstaltungen auf Kreis- und Landesebene konnten 58 Veranstaltungen besucht werden.

Dank für das Engagement

Möller dankte den Einsatzkräften für ihr Engagement sowohl für Einsätze und Übungen als auch für die zahlreichen, oft ungesehenen Tätigkeiten im Hintergrund. Auch andere Abteilungen der Feuerwehr der Gemeinde Petersberg waren durch den weiteren Verlauf der Pandemie besonders gefordert. Der Musikzug konnte fast keine Auftritte verzeichnen, da alle öffentlichen Veranstaltungen Corona zum Opfer gefallen seien, berichtete der Abteilungsleiter Birger Haseneier. Proben wurden insgesamt nur wenige durchgeführt. Erfreulich sei jedoch, dass die Mitgliederzahlen leicht gestiegen sind.

Die Betreuerinnen und Betreuer der Kinder- und Jugendfeuerwehren standen ebenso vor großen Herausforderungen. Nicht nur, dass fast sämtliche Veranstaltungen ausfielen, auch galt es, die Kinder und Jugendlichen „bei der Stange“ zu halten. Gemeindejugendwart Florian Eckard berichtete, dass dies den Verantwortlichen sehr gut gelungen sei und es sowohl bei der Kinder- als auch bei der Jugendfeuerwehr sogar zu einem Anstieg der Mitglieder gekommen sei. Mit kreativen Ideen konnte das Interesse hochgehalten werden. Eckard berichtete beispielsweise über eine Dorfrallye, die die Mitglieder der Jugendfeuerwehr an viele spannende Orte im ganzen Gemeindegebiet führte.

Bei den an die Berichte anschließenden Ehrungen erfolgten neben zwei Beförderungen auch die Verleihung der Anerkennungsprämie für aktive Dienstjahre sowie die Auszeichnung mit dem Brandschutzehrenzeichen. Verdiente Einsatzkräfte, die in die Ehren- und Altersabteilung versetzt worden sind, wurden mit der Goldenen Ehrennadel des Landes Hessen ausgezeichnet. Folgende Einsatzkräfte wurden geehrt:

Beförderungen

Zum Oberbrandmeister: Daniel Schindler (FFW Petersberg-Margretenhaun)

Zum Hauptbrandmeister: Christoph Möller (FFW Petersberg-Steinau)

Ehrungen:

Brandschutzehrenzeichen in Silber: Harald Kümmel (FFW Petersberg-Steinhaus) und Christoph Möller (FFW Petersberg-Steinau)

Brandschutzehrenzeichen in Gold: Bernd Heil (FFW Petersberg-Steinau)

Goldene Ehrennadel: Bernhard Leitsch (FFW Petersberg-Steinau), Klaus Krieger (FFW Petersberg-Steinau), Ferdinand Möller (FFW Petersberg-Steinau), Michael Möller (FFW Petersberg-Steinau)

Anerkennungsprämien:

Aktive Dienstzeit in der Einsatzabteilung von 10 Jahren: Christian Aschenbrücker (FFW Petersberg-Steinhaus), Thomas Krieger (FFW Petersberg-Steinau), Achim Baier (FFW Petersberg-Marbach), Nico Ebert (FFW Petersberg-Mitte), Florian Arens (FFW Petersberg-Mitte), Andreas Liebert (FFW Petersberg-Mitte)

Aktive Dienstzeit in der Einsatzabteilung von 20 Jahren: Manuel Kirsch (FFW Petersberg-Mitte), Tobias Schütz (FFW Petersberg-Mitte), Thilo Bahr (FFW Petersberg-Steinau), Thomas Diel (FFW Petersberg-Marbach), Matthias Ruppel (FFW Petersberg-Mitte), Christian Sachs (FFW Petersberg-Haunedorf), Manuel Wieder (FFW Petersberg-Steinau)

Aktive Dienstzeit in der Einsatzabteilung von 30 Jahren: Martin Dechant (FFW Petersberg-Mitte), Marco Diegelmann (FFW Petersberg-Steinhaus), Werner Pausch (FFW Petersberg-Mitte)

Aktive Dienstzeit in der Einsatzabteilung von 40 Jahren: Andreas Dreifürst (FFW Petersberg-Mitte), Wolfgang Möller (FFW Petersberg-Steinau), Markus Niewelt (FFW Petersberg-Steinau)

Auch wurde im Zuge der Jahreshauptversammlung die Position des ersten Stellvertretenden Gemeindebrandinspektors wieder besetzt. Thomas Limpert aus Petersberg-Margretenhaun wurde von der Versammlung gewählt und komplettiert nun das Team des Gemeindebrandinspektors Christoph Möller und seinem zweiten Stellvertreter Achim Weider.

Grußworte und Vorstellungen

Wolfgang Hintze überbrachte als Vorsitzender der Gemeindevertretung die Grußworte des obersten kommunalen Organs der Gemeinde. Er dankte den Einsatzkräften für ihre Bereitschaft, sich für die Bürgerinnen und Bürger von Petersberg einzusetzen, und wünschte den Feuerwehrleuten allzeit eine sichere und unbeschadete Rückkehr von ihren Einsätzen.

Der neu ernannte stellvertretende Kreisbrandinspektor David Hasenauer nutzte die Möglichkeit, sich den Petersberger Kameradinnen und Kameraden persönlich vorzustellen. Auch er dankte den anwesenden Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. In seinem Grußwort berichtete er weiterhin von aktuellen Themen aus der Kreisausbildung, der Übergabe der Dienstausweise an die Petersberger Feuerwehrkräfte sowie von einer Imagekampagne des Landes Hessen, die Arbeitgebern die Vorteile von ehrenamtlichen Einsatzkräften vermitteln soll.

Zum Schluss der Versammlung dankte Gemeindebrandinspektor Möller allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Kommen und wünschte allzeit sichere und gesunde Heimkehr von den Einsätzen.