„Wir haben eine Zeit der Veränderung, der Neuorientierung hinter uns und starten heute einen neuen Weg in die Zukunft“, sagte Nicola Jahn Sprecherin des Pfarreirats St. Lioba zu Beginn. Bereits seit dem 1. Juli ist Pfarrer Jens Körber Leiter der Pfarrei St. Lioba. Er trat damit die Nachfolge von Pfarrer Togar Pasaribu an. Er ist für die Kirchenorte Petersberg, Ziehers-Nord, Lehnerz, Dietershan, Bernhards, Marbach, Steinau und Steinhaus zuständig, was eine große Herausforderung sei. „Sie haben sich etwas Großes vorgenommen, sei es als Seelsorger oder Brückenbauer, doch wir unterstützen Sie dabei“, so Stadtpfarrer Stefan Buß. Ein wenig aufgeregt doch sehr glücklich begrüßte Pfarrer Körber die Kirchengemeinde sowie seine Freunde und Familie. Der Höhepunkt des Gottesdienstes war die Verlesung des offiziellen Ernennungsschreibens durch Stadtpfarrer Buß. Mit der Bekennung zum Glaubensbekenntnis willigte Pfarrer Körber in sein neues Amt ein.
In seiner ersten Predigt vor der Kirchengemeinde, erhielten die Kirchenbesucher einen Einblick in das Leben ihres neuen Pfarrers. Körber wuchs mit drei Geschwistern auf und entschied sich nach der Realschule für eine bürokaufmännische Ausbildung. Auf den ersten Blick scheine dieser Beruf nichts mit dem eines Pfarrers zu tun zu haben, doch auch ein Pfarrer müsse verwalten. Er lernte also seine vorher gelernten Fähigkeiten in das Pfarreramt zu integrieren. Der nun 42-Jährige war zuvor sechs Jahre in Schwalmstadt tätig und trat nun mit Freude sein neues Amt in Petersberg an. Mit dem Motto „Verbinden und Zusammenführen“ möchte er auf die Gemeinde zu gehen, denn „es kommt nicht nur auf mich an, sondern auf uns alle“, erklärte Pfarrer Körber. Er machte deutlich, dass die Gemeinde zu einem Team zusammenwachsen müsse, um so die zukünftigen Probleme und Herausforderung zu meistern. Neben der Ernsthaftigkeit wurde die Stimmung durch eine Anekdote aufgeheitert, sodass die Menschen Körber auf einer ganz persönlichen Ebene kennenlernten. Der Projektchor unter der Leitung von Markus Goldbach sorgte während des Gottesdienstes für musikalische Begleitung.
„Offenheit und Struktur sind gute Eigenschaften, die einander bedingen und bei dir zutreffen“, wandte sich Prof. Dr. Cornelius Roth an Körber. Weitere Grußworte wurden von Bürgermeisterin Claudia Brandes, sowie den evangelischen Pfarren Christian Pfeiffer und Marvin Lange. Die Kinder der katholischen Kita St. Peter begrüßten den neunen Pfarrer mit einem Lied, zu dem sie auch tanzten. Nachdem der Gottesdienst beendet war, lud Pfarrer Körber die Anwesenden zu einem geselligen Beisammensein und kennenlernen vor der Kirche ein. Kuchen, Herzhaftes und kühle Getränke wartete dort auf die Gottesdienstbesucher. Zudem sorgte der Musikverein Petersberg für musikalische Unterhaltung, er hatte aus gegebenen Anlass sein Rathausplatzkonzert auf den Kirchplatz verlegt. Nachdem die mit Nervosität verbundene offizielle Einführung geschafft war, freute sich Pfarrer Körber auf den Austausch.
