Der SV Petersberg verlor am Sonntag zunächst gegen die SF-Emsdetten mit 2:3, am Nachmittag gab es dann das gleiche Ergebnis auch noch gegen die Gastgeber aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg. „Beide knapp, allerdings auch verdient verloren“, musste Frank Urspruch aus dem Petersberger Vereinsvorstand anerkennen: „So ist der Modus eben auch. Er ist uns ab und zu schon zugutegekommen, diesmal leider nicht“.
Er sprach den ersten Wettkampf gegen Emsdetten an, wo die Petersberger auf insgesamt 1971 Ringe kamen, der Gegner nur auf 1957. Doch die entscheidende Wertung waren die Einzelpunkte: Tom Barbe (395) musste sich an Position eins seiner Gegnerin beugen, Johanna Tripp (397) musste an Position zwei ins Stechen und verlor dort. Vinita Bhardwaj war mit 399 Ringen für den SVP eine Bank, doch Jana Heck an vier zog mit 389 Ringen knapp den Kürzeren. Danilo Zeihs (391) verhinderte hintenraus immerhin ein 1:4 aus Petersberger Sicht. Doch es war deutlich mehr drin gegen den weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter aus Emsdetten – auch das zeigte, wie eng die zweite Liga ist.
Danach ging es gegen den SV Stärklos, und diesmal hatte Petersberg auch, was die Ringe angeht, nicht die Oberhand – war bei 1971:1971 aber gleichauf. Doch wieder holte der Gegner einen Punkt mehr: Tom Barbe (396) und Johanna Tripp (397) punkteten für den SVP. Das entscheidende Duell gab es dann an Position drei: Vinita Bhardwaj (398) hatte den Punkt eigentlich fest eingeplant, doch Jaqueline Becker, die in der Region bestens bekannt ist, legte sagenhaften 399 Ringe hin. „Stärklos war im zweiten Heimkampf gegen uns extrem gut. Es war spannend bis zum Schluss – bei uns hat ein kleines bisschen gefehlt“, sagte Urspruch fair.
In der Tabelle befindet sich der SVP nun im grauen Mittelfeld – nach oben geht nichts mehr, im schlimmsten Fall könnte es nach unten noch in die Abstiegsrelegation gehen. Das wollen die Petersberger mit mindestens einem Sieg in den letzten beiden Wettkämpfen am 11. Januar in Bielefeld gegen Buer-Bülse II und Kevelaer II aber unbedingt vermeiden. Beide Gegner stehen noch unter dem SVP. „Wir wollen da nochmal in guter Besetzung antreten, die Jungs und Mädels trainieren auch vorher nochmal“, macht Urspruch klar. Überhaupt hatte sich das Team nach dem verlorenen Aufstiegswettkampf im Vorjahr auf eine schwere Saison eingestellt: „Letztes Jahr hatten wir sicher daran geglaubt, dass wir es schaffen können. Diese Saison war es eher 50:50“, so Urspruch: „Eins von den letzten beiden müssen wir jetzt noch gewinnen, aber wir wollen natürlich beide gewinnen“. Bisher stehen nur die beiden Saisonsiege vom Heimwettkampf Mitte Oktober gegen Wetterau (4:1) und von Anfang November in Dortmund gegen Inden/Altdorf (3:2).
Der SV Stärklos hingegen, der vor dem Sieg gegen Petersberg knapp mit 2:3 gegen Heepen verlor, ist nach dem Heimwettkampf in sicheren Fahrwassern: 6:4 Mannschaftspunkte sind auf dem Konto des Tabellendritten, der am 11. Januar nach Butzbach reist.
