Lokales 25.11.2025

Ausstellung in neu gestalteten Räumen bei Storch Bestattungen

Margretenhaun (gü) – Einblicke in die neu gestalteten Räumlichkeiten und in moderne Möglichkeiten der Bestattungskultur gab an diesem Wochenende das Unternehmen Stroch Bestattungen in Margretenhaun. Inhaber Felix Statt hatte sich dazu mit der Künstlerin Angelika A. Beckmann aus Petersberg zusammengetan, die unter anderem Urnen, Leichentücher und Sargtücher gestaltet.

Künstlerin Angelika A. Beckmann und Bestatter Felix Statt. Foto: Jasha Günther.

„Wir haben unsere Räume zeitgemäß umgestaltet, um dort Aussegnungen und Abschiednahmen in familiären und würdigen Rahmen zu ermöglichen“, schilderte Statt. Anstelle eines Tags der offenen Tür gab es zur Eröffnung die Ausstellung mit einem Open House. „Heute ist Totensonntag, warum nicht mal zeigen, was neben den normalen Bestattungen auch möglich ist“, sagte Statt, der sich über die positive Resonanz über das ganze Wochenende freute: „Was mich bewegt ist, dass die Menschen sich ganz offen über das Thema informieren. Die Menschen interessiert das Thema.“ Mit der Ausstellung wollte Statt Aufklärungsarbeit betreiben – darüber was in Hessen und auch in anderen Bundesländern möglich ist. Ihm ist wichtig, dass die Menschen auch nach dem Tod in ihrer Gesamtheit und Einzigartigkeit gesehen werden – eine mit Blüten der Lieblingsblume gestaltete Urne oder ein Sargtuch in der Lieblingsfarbe können da Wege sein. Zur Ausstellung kamen am Sonntag unter anderem mehrere Vertreter der Kirche und auch Bürgermeisterin Claudia Brandes.

In den neu gestalteten Räumen ausgestellt waren Urnen, Sargtücher, Leichentücher und ein Totenhemd. Künstlerin Beckmann hat sich schon sehr früh in ihrem Kunststudium mit der Form von Urnen auseinandergesetzt, dann ruhte das Thema über viele Jahre, bis es Todesfälle in der Familie gab. Zunächst entstand die Idee für Textilien, dann folgten die Urnen aus Naturmaterialen, die zum Beispiel mit Blüten und Blättern verziert werden – leicht zu tragen und dennoch anspruchsvoll gestaltet. „Ich habe keine Hemmungen, mich mit dem Tod zu beschäftigen, er gehört dazu“, sagte Beckmann. Neben Urnen gestaltet sie auch Leichentücher für die sarglose Bestattung, die in Hessen noch nicht, aber beispielsweise im Nachbar-Bundesland Rheinland-Pfalz möglich ist, sowie Sargtücher. Diese werden, ähnlich wie bei Staatsbegräbnissen die Flagge, während der Zeremonie über den Sarg gelegt, abgenommen bevor der Sarg ins Grab herabgelassen wird und können dann mit nach Hause genommen werden. Das Zusammenfalten des Sargtuchs könne auch für die Angehörigen noch mal einen Abschluss darstellen. Bei der Ausstellung gezeigt wurden mehrere Urnen und Sargtücher, einige kleine Sargtuch-Modelle, ein Totenhemd und ein Leichentuch – eine besonders gestaltete Auftragsarbeit für jemanden, der dieses vorher noch anderweitig nutzen möchte.

Ausstellung bei Storch Bestattungen. Fotos: Jasha Günther.