Prof. Dr. Thomas Stegmann: „Wir können doch nicht ernsthaft wollen, dass Fachkräfte, wie zum Beispiel Krankenschwestern/-pfleger, Ärzte/-innen, Lehrer/-innen, Handwerker/-innen, die neu in den Raum Fulda ziehen, keine Möglichkeit erhalten, in Petersberg Wohneigentum zu erwerben. Genau dies sieht die geplante, neue Richtlinie jedoch vor.“ Denn nach dem von der Richtlinie vorgeschlagenen Kriterium „Ortsansässigkeit“ haben neu ankommende Bürger naturgemäß keine Chance auf Erwerb eines Wohnbaugrundstücks in Petersberg. Das Gleiche gilt für „Sozialkriterien“, und dort besonders für „Alleinstehende“: sie können keine Punkte im geplanten Zuteilungssystem erreichen.
Die FDP-Petersberg wirbt für ein Modell, bei dem bis zu 30% der neuen Wohnbaugrundstücke in Petersberg auf dem freien Markt an den/die Höchstbietende(n) vergeben werden – wie dies in an- deren Gemeinden in Deutschland schon bewährte Praxis ist (z.B. in der Stadt Steinheim, BW, oder in der Gemeinde Titz, NRW). Dies würde auch einem Personalmangel in Bereichen wie Bildung, Arztpraxen, Pflege und Handwerk entgegenwirken – ein Problem, das auch im Landkreis Fulda in vielen Gemeinden existent ist.
Prof. Stegmann weiter: „Petersberg sollte doch eine weltoffene, moderne Gemeinde mit gesellschaftlicher Vielfalt sein, die auch neue Bürger gerne aufnimmt. Oder wollen wir, dass Petersberg dauerhaft nur für Petersberger/-innen da ist?“
