Mit elf Siegen aus 13 Spielen führt die FSV aktuell die Tabelle an, obwohl das vor der Saison kaum jemand erwartet hatte. „Dass wir so dastehen, war ja nicht abzusehen“, gibt Trainer Thomas Germann offen zu. Mit derselben Mannschaft wie im Vorjahr spielt das Team bislang eine bemerkenswerte Runde – auch wenn die Vorbereitung auf das Topspiel unter keinem guten Stern steht: „Uns hat eine Krankheitswelle erwischt, ich hoffe, dass sich das bis Sonntag legt“, so Germann. „Sonst ist der Kader etwas ausgedünnt.“
Vor allem defensiv will sich die FSV gegen den torgefährlichsten Angriff der Liga behaupten – Niesig traf bereits 51 Mal in 14 Spielen. Nicht ohne Grund erinnert Germann an das klare 0:6 im Kreispokal gegen denselben Gegner: „Niesig hat eine Offensive vom Allerfeinsten. Wir müssen defensiv gut stehen und vorne immer wieder Nadelstiche setzen.“ Trotz aller Vorsicht ist das Ziel klar: punkten.
Der KSV Niesig kommt mit breiter Brust – trotz des kleinen Dämpfers beim 0:0 gegen Hofbieber II. Coach Daniel Weiß führt das vor allem auf die hohe Belastung zurück: „Da haben uns einfach die Körner gefehlt.“ Gegen Steinau/Steinhaus erwartet er nun ein „körperbetontes Spiel“ und warnt vor dem heimstarken Tabellenführer: „Sie spielen sehr guten Fußball und das wird ein schwieriges Spiel.“
Personell steht Weiß fast der komplette Kader zur Verfügung – mit einer Ausnahme: Pascal Staab wird dem Team künftig fehlen, da er aus beruflichen Gründen nach Rostock gezogen ist. Dennoch bleibt die Marschroute klar: „Hinten stabil stehen und vorne dann, wenn es drauf ankommt, stark sein. Wir werden unsere Chancen bekommen – die müssen wir nutzen.“ Die Voraussetzungen für ein spannendes Duell an der Tabellenspitze könnten also kaum besser sein. Wer am Ende des Sonntags oben steht, wird auch ein Fingerzeig im Aufstiegsrennen sein.
Parallel zum Topspiel steigt ein paar Kilometer weiter sogar noch das zweite: Der RSV Margretenhaun fordert die SG Dietershausen/Friesenhause, hier heißt es Dritter gegen Vierter. Beide sind punktgleich mit Niesig, und alle wollen an die Spitze springen. Vier Teams in direkten Duellen, das verspricht ganz große Spannung.
