Bereits im Jahre 2003 fanden die ersten Einsätze am Burggelände statt. Zwei Jahre später wurde in der Gaststätte Rhönblick der Förderverein Burgreste Steinau gegründet. „Um rechtliche und versicherungstechnische Belange abzudecken“, erklärte der erste Vorsitzende Stephan Möller. Mit 20 Vereinsmitgliedern startete der damals belächelte „Buddelverein“. Mittlerweile umfasst der Verein über 170 Mitglieder. „Das Schöne an unserem Verein sind unsere Kameradschaft und die Freude über jedes noch so kleine Etappenziel“, freute sich Möller. In 22 Jahren voller Einsätze kamen über 44.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit zur Erhaltung des Denkmals zusammen. „Würde man die Arbeitsstunden einmal nur mit 25 Euro ansetzten, so beziffert sich der Wert der manuellen Leistungen auf 1,1 Millionen Euro“, führte der Vorsitzende den Gästen vor Augen.
Zu den jüngsten Projekten gehörten Maßnahmen zur Erhaltung des Gewölbekellers. Dabei wurde eine 50 Zentimeter dicke Erdschicht abgetragen und mit Eimern nach draußen transportiert. Zum Vorschein kam ein fast vollständig erhaltener Sandsteinplattenbelag. Zudem wurden umfangreiche Arbeiten an der Außenanlage vorgenommen, um unfallfrei die historische Stätte begehen zu können. Und dies war zum 20-jährigen Bestehen für die Besucher erstmals möglich. Begeistert erkundeten sie die Anlage und genossen bei der Jubiläumsfeier das gute Wetter. Neben Hähnchen und Haxe, sowie Bratwurst und Pommes gab es für den kleinen Hunger Kaffee und Kuchen. Gegen Mittag sorgte die Rhöner Blaskapelle für Unterhaltung. Auch Petersbergs Bürgermeisterin Claudia Brandes zeigte sich über die Arbeit des Fördervereins begeistert. „Trotz finanzieller Knappheit, wollen wir den Verein weiter unterstützen, soweit wir können“, sicherte sie den Verantwortlichen zu. Zum Jubiläum gratulierte auch Steinaus Ortsvorsteher Thomas Vogel: „Es ist wichtig, dass an die Erhaltung der Burgreste weitergearbeitet wird.“ Ebenfalls vor Ort waren Stadt- und Kreisarchäologin Milena Wingenfeld und Axel Elm.
In Zukunft möchte der Förderverein die angrenzende Scheune abtragen, da die derzeitige Höhe nicht mehr benötigt wird. Danach muss der Untergrund archäologisch aufgearbeitet und ein Ersatzbau für die Gerätschaften des Eigentürmers und die Werkzeuge des Vereins errichtet werden. Auch zwei Toiletten für die Besucher seien derzeit in Planung.
