Branchenexperten, Technologiepartner und Vertreter aus Verwaltung und Wirtschaft kamen am Mittwoch zusammen, um sich über vernetzte Systeme, smarte Produkte und das Industrie Metaverse auszutauschen – offen, partnerschaftlich und lösungsorientiert. Im Fokus der Veranstaltung standen fünf Themenfelder, die den Wandel der Industrie maßgeblich prägen: Intelligente Produkte, intelligente Menschen, intelligentes Ökosystem, intelligente Fabrik und das Industrie-Metaversum. Dabei geht es nicht nur um Visionen, sondern um greifbare Anwendungsfälle sogenannte Use Cases – präsentiert auf mehreren Ausstellungsflächen, in Vorträgen und virtuellen Demonstrationen. Internationale Partner wie Siemens und Wandelbots zeigen in der Partnerausstellung, wie gemeinsam entwickelte Lösungen aussehen können. Ein Highlight: die realitätsnahe Darstellung industrieller Prozesse im Industrial Metaverse – mit Hilfe von VR-Brillen können Besucher direkt in digitale Fabriken eintauchen.
„Die industrielle Zukunft ist vernetzt, wird sich weiter vernetzen, sie wird lernen und sie wird datengetrieben sein“, erklärte Ben Kolobaric, der die Eröffnungsveranstaltung leitete. Dieser Grundgedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Programm. Ob KI-gestützte Simulationen, kognitive Robotik oder der digitale Zwilling – viele der heute gezeigten Lösungen basieren auf datengetriebenen Ansätzen. Selbstlernende Systeme entwickeln sich weiter, Prozesse steuern sich zunehmend selbst – ein Umdenken ist erforderlich. Harald Keller, CEO der EDAG Group unterstrich in seinem Grußwort: „Die Daten sind das Öl oder das Gold, mit dem wir gestern unsere Erfolge gefeiert haben. Je mehr wir unsere Daten analysieren, je besser wir sie verstehen und interpretieren, desto erfolgreicher werden wir arbeiten können.“ Ziel sei es, mit digitalen Werkzeugen wie dem digitalen Zwilling und KI intelligente Abläufe zu schaffen – bis hin zur „Planung auf Knopfdruck“.
Doch der Summit ist weit mehr als eine Technikschau. Hinter dem offenen Austausch steckt ein klar definiertes Ziel: Partnerschaftlich konkrete Lösungen erarbeiten – für die Industrie, aber auch für die öffentliche Hand. Sarah Dörgel, eine der Organisatorinnen, betonte: „Wir machen nicht alles alleine, sondern holen uns gezielt die besten Partner ins Haus, um am Ende das beste Ergebnis liefern zu können.“ Entsprechend vielfältig war das Publikum am Mittwoch: Neben klassischen Industriekunden waren auch Vertreter aus Verwaltungen und öffentlichen Einrichtungen vor Ort. Der Summit richtete sich explizit an beide Gruppen – und zeigt nicht nur, was technologisch möglich ist, sondern auch, was bereits erfolgreich umgesetzt wurde. Ein regionales Beispiel: TSN Fulda präsentierte Projekte rund um smarte Mobilitätsstationen und digitale Frühalarmsysteme zum Bevölkerungsschutz. „Da geht es nicht nur um Technik, sondern um den Schutz von Menschenleben“, so Dörgel.
Die EDAG Group, die mit über 9000 Mitarbeitenden an rund 70 Standorten weltweit aktiv ist, stellt sich auf dem Summit nicht nur als Technologieanbieter vor, sondern auch als starker Ausbilder und Arbeitgeber. Eine Ausbildungsquote von rund vier Prozent in Deutschland sowie ein intensiver Fokus auf Weiterbildung sollen langfristig die Fachkräftesicherung stärken – ein Anliegen, das in Zeiten des Wandels an Bedeutung gewinnt.
Auch die Organisation des Summits lässt keine Wünsche offen: Auf Displays war jederzeit die Agenda einsehbar, die Vorträge werden meist auf Deutsch gehalten, einzelne Präsentationen sind auf Englisch untertitelt. Und wer danach noch tiefer eintauchen wollte, fand in den Pausen reichlich Gelegenheit für Gespräche mit Referenten, Partnern und dem Organisationsteam.
Zum Ausklang der Summit-Tage erwartet die Gäste jeweils ab dem frühen Abend eine entspannte Abendveranstaltung mit Essen, Musik vom DJ und lockerer Unterhaltung – Tischkicker inklusive. In informeller Atmosphäre können hier Kontakte vertieft, neue Ideen gesponnen und vielleicht auch die Weichen für zukünftige Projekte gestellt werden. Denn, wie Sarah Dörgel sagte: „Es geht ja nicht nur darum zu zeigen, was man kann, sondern auch, was man schon gemacht hat.“ Ein Ansatz, der dem Summit Charakter und Substanz verleiht – und Petersberg für drei Tage zum Treffpunkt der Industrie von morgen macht.
