Rund 700 Fische gingen in diesem Jahr über die Theke. „Wir liegen damit zwar etwa 100 Fische unter dem Vorjahr, aber immer noch in einem guten Bereich“, erklärte der Vorsitzende des Angelsportvereins, Bernhard Schad. Besonders bei den geräucherten Forellen konnte der Verein an frühere Zahlen anknüpfen: „Da haben wir wieder unseren alten Stand mit etwa 440 Stück erreicht, das passt.“
Etwas zurückhaltender fiel hingegen die Nachfrage bei frischem Fisch aus. „Da fehlen uns ungefähr 80 bis 90 Stück im Vergleich“, so Schad. Woran das genau liegt, lasse sich nicht eindeutig sagen – die allgemeinen Entwicklungen könnten jedoch eine mögliche Ursache darstellen. „Vielleicht hängt es auch mit der aktuellen Situation zusammen, dass viele Menschen weniger Geld zur Verfügung haben.“ Dabei habe der Verein bewusst auf Preiserhöhungen verzichtet: „Wir haben die alten Preise beibehalten.“
Hinter dem Verkauf steckt wie in jedem Jahr viel Arbeit. Bereits mehrere Tage zuvor begann das Team mit den Vorbereitungen. „Wir sind jetzt seit vier Tagen im Einsatz“, berichtete Schad. Allein das Räuchern nahm viele Stunden in Anspruch: „Am Mittwoch waren wir sechs Stunden hier, und heute am Gründonnerstag ging es schon um sechs Uhr weiter.“ Trotz des Aufwands funktioniere der Ablauf mittlerweile routiniert, auch dank eines eingespielten Systems bei den Vorbestellungen. Dass der Fischverkauf seit Jahrzehnten Bestand hat, spricht für sich. „Das ist mittlerweile das 38. Jahr, in dem wir das machen“, sagte Schad. Entscheidend sei vor allem die Leidenschaft dahinter: „Da steckt viel Arbeit und Liebe drin – man muss es einfach gern machen.“
Bei bestem Wetter und guter Stimmung wurde einmal mehr deutlich: Auch wenn die Zahlen leicht schwanken, bleibt der Fischverkauf des ASV Petersberg eine feste Größe im regionalen Veranstaltungskalender – und für viele ein unverzichtbarer Bestandteil der Ostertradition.
