Im Gespräch mit der Osthessen-Zeitung beschreibt sie die Leichtigkeit ihres Auftritts. Sie sei ohne große Erwartungen auf die Bühne gegangen und habe den Song gemeinsam mit der Liveband einfach genießen wollen. Dass am Ende ausgerechnet ihr Name fällt, habe sie völlig überrascht. „Als mein Name ausgerufen wurde, war das verrückt. Ich habe es nicht erwartet und auch noch nicht realisiert“, sagt sie rückblickend.
Der Song selbst war dabei eine bewusste Wahl: ein Stück, das sie bereits kannte und mit dem sie sich sicher fühlte. Diese Sicherheit habe ihr geholfen, die anfängliche Aufregung schnell abzulegen. „Vor dem Auftritt war ich schon aufgeregt, aber das hat sich gelegt, als ich angefangen habe“, erzählt sie.
Auch hinter der Bühne habe sie sich gut aufgehoben gefühlt. Die ruhige Art und die Worte von Organisatorin Jenny Schönherr hätten viel Druck genommen. „Sie hat uns nochmal sehr beruhigt, das hat echt geholfen. So war man auch nicht so alleine“, beschreibt sie die Atmosphäre vor ihrem Auftritt.
Auf der Bühne selbst sei es vor allem die Stimmung im Saal gewesen, die sie getragen habe. Applaus mitten im Song, Reaktionen aus dem Publikum – kleine Momente, die den Auftritt besonders gemacht hätten. Der Augenblick der Verkündung sei dann kaum fassbar gewesen. „Das war so überwältigend, dass ich meinen Namen gar nicht mehr richtig gehört habe.“
Für Vey war der Abend auch ein Schritt raus aus der eigenen Komfortzone. Zwar habe sie früher bereits auf der Bühne gesungen, begleitet von einem Schulorchester, doch eine Liveband auf großer Bühne sei eine völlig neue Erfahrung gewesen. „Das war schon die größte Herausforderung“, sagt sie.
Gerade deshalb hebt sie das Miteinander hervor. Der Austausch mit den anderen Kandidatinnen und Kandidaten sei intensiv gewesen, es sei nicht nur Wettbewerb, sondern auch Verbindung gewesen. Man habe sich unterstützt und gegenseitig bestärkt. Nach dem Auftritt blieb vor allem Erleichterung – und viel positives Feedback. „Ich war sehr erleichtert, dass mein Song geklappt hat. Und der Zuspruch danach, das bleibt hängen.“
Der Gewinn habe ihren Blick auf sich selbst verändert. Aus einer eher zurückhaltenden Person heraus plötzlich im Mittelpunkt zu stehen, Interviews zu geben und Aufmerksamkeit zu bekommen, sei neu gewesen – aber eine prägende Erfahrung.
Und trotzdem richtet sich der Blick schon wieder nach vorn. Besonders freut sie sich auf den gemeinsamen Auftritt mit „Jenny and the Gang“. Auch der Moment im Studio, den Jingle für eine weitere Ausgabe von „Die Stimme Fuldas“ einzusingen, wirkt für sie noch surreal: „Da dachte ich einfach: wow. Das wird, glaube ich, sehr verrückt.“
Für Susanne Vey bleiben viele Eindrücke zurück – Überraschung, Freude und Dankbarkeit. Wenn sie den Abend in drei Worten zusammenfasst, muss sie nicht lange überlegen: „Unerwartet, unglaublich und Gemeinschaft.“
