Lokales 15.01.2026

Tradition der Foaset: Ex-Prinzen treffen sich in der Kutscherschänke

Petersberg – Von Silas Messing – Es ist ein Ort, der wie kaum ein anderer für die Fuldaer Foaset steht: die Kutscherschänke bei Getränke Heurich. Nur auf Einladung zugänglich, ohne feste Öffnungszeiten und doch seit Jahrzehnten fester Treffpunkt der karnevalistischen Tollitäten. Zum diesjährigen Treffen kamen zahlreiche ehemalige Fuldaer Prinzen sowie aktuelle Funktionsträger zusammen, um Tradition zu pflegen, Erinnerungen auszutauschen – und den Karneval in all seinen Facetten zu feiern.

Es ist eine Tradition der Fuldaer Foaset: Das Treffen der Ex-Prinzen. Foto: Manfred Völler

Organisiert wurde das Treffen von Ex-Prinz Bernd Humoris LXI. (Bernd Möller), der die Gäste offiziell begrüßte und durch den Abend führte. Gastgeber waren erneut Matthias LIX. von der Schaumburg (Matthias Heurich) und seine Familie, denen für ihre besondere Gastfreundschaft vielfach gedankt wurde. Die Kutscherschänke zeigte sich einmal mehr als jener besondere Ort, an dem Generationen der Fuldaer Foaset zusammenfinden.

Ein Abend ohne Pflicht – die neue Perspektive eines Ex-Prinzen

Eine besondere Rolle nahm an diesem Abend Prinz Johannes Caravanicus, der LXXXII. von Fulda, ein. Für ihn war es das erste Treffen als offizieller Gast nach seiner Kampagne – eine Erfahrung, die spürbar anders war als im Vorjahr. „Es ist ein ganz besonderer Termin“, so Johannes. Während früher organisatorische Verantwortung, Ordensfragen oder Programmpunkte den Abend prägten, stand diesmal das entspannte Beisammensein im Vordergrund. „Man kommt ohne Druck hierher und kann den Abend von Anfang bis Ende genießen.“

Auch das Leben nach dem Amt sei schnell wieder im Alltag angekommen. Nach einer intensiven Kampagne sei es zunächst ruhiger geworden, lediglich rund um den 11.11. habe der Karneval noch einmal Fahrt aufgenommen. „Dann ist wieder ganz normales Leben da – und das ist auch gut so“, so Johannes. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er, dass man mit zunehmendem Alter selbst entscheiden müsse, wie lange und intensiv man solche Abende ausklingen lasse. Gerade dieser Mix aus Pflichtgefühl und Freude mache jedoch den Reiz der Veranstaltung aus.

Würdigungen, Jubiläen und gemeinsames Gedenken

In seiner Ansprache blickte Bernd Möller auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Neben zahlreichen runden Geburtstagen und Jubiläen – darunter die Goldene Hochzeit von Ex-Prinz Friedrich Calcium Carbonicum LXIII. und seiner Ehefrau Anita – wurde auch der Verstorbenen gedacht. Besonders erinnerte man an Ex-Prinz Willi von der Schaumburg, der in diesem Jahr sein goldenes Prinzenjubiläum gefeiert hätte und als prägende Figur des Ex-Prinzen-Stammtisches gilt.

Für den kulinarischen Teil des Abends zeichnete Ex-Prinz Friedrich verantwortlich, der gemeinsam mit seiner Frau Anita für den „köstlichen Schmaus“ sorgte – eine weitere Tradition, die das Treffen auszeichnet. Vor dem gemeinsamen Essen durfte natürlich auch das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen.

Wertschätzung und Zusammenhalt als Kern der Veranstaltung

Auch FKG-Präsident Oliver Weißenberger betonte die besondere Bedeutung des Treffens. „Das ist eine sehr wertschätzende Veranstaltung. So viele Ex-Prinzen und verdiente Karnevalisten auf so engem Raum zu sehen, zeugt von Tradition und starkem Zusammenhalt“, sagte er. Der Abend sei geprägt von gegenseitigem Respekt und Dankbarkeit – und davon, dass die Fuldaer Foaset weit über einzelne Kampagnen hinaus lebe.

Am Ende blieb das, was dieses Treffen seit Jahrzehnten ausmacht: gute Gespräche, gemeinsames Lachen, Erinnerungen an vergangene Kampagnen und die Vorfreude auf alles, was noch kommt.