Die beeindruckende Marke von 100.000 Kilogramm Milch ist in der Landwirtschaft eine Seltenheit. Ortslandwirt und Hofbetreiber Stefan Leipold fand lobende Worte für sein Tier: „Sie hat die Leistung relativ gleichmäßig immer zwischen 12.000 und 13.000 Liter pro Jahr gegeben und so die 100.000 vollgemacht.“ Zu den Gratulanten gehörte auch die hessische Milchkönigin Hanna I., die eine Ehrenurkunde überreichte. „Eine 100.000-Liter-Kuh ist nichts Selbstverständliches, das ist schon eine Leistung, die man erstmal erbringen muss“, betonte die Milchkönigin.
Kreislandwirt Winfried Schäfer schloss sich den Glückwünschen an und hob hervor, wie viel Arbeit hinter diesem Erfolg steckt. „Da muss der Betrieb auch dahinterstehen, das muss alles passen, die Haltung muss passen. Ich sage immer: So eine 100.000-Liter-Kuh ist gelebtes Tierwohl, denn nur mit optimalem Tierwohl kann eine Kuh so etwas erreichen“, erklärte Schäfer. Die Gemeinde könne stolz auf einen solchen Betrieb sein. Auch Bürgermeisterin Claudia Brandes gratulierte der Familie Leipold zu diesem Erfolg. „Das funktioniert nur durch regelmäßiges Melken, durch ordentliche Stallpflege, durch gut dosiertes Futter, ganz viel Liebe, die auch von der ganzen Familie dazu getan wird“, so Brandes. Darauf dürfe die Familie sehr stolz sein.
Die Rathauschefin war jedoch nicht nur zum Gratulieren gekommen, sondern packte im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Rent a Bürgermeister – Bauernhof“ seit dem frühen Morgen selbst mit an. „Ich bin seit heute Morgen um halb sieben hier und durfte tatsächlich einen Tag mitarbeiten. Ich hatte zumindest Einblicke in das, was einen Alltag wahrscheinlich ausmacht. Ich durfte heute Morgen mitmelken und merke tatsächlich, wie schwierig das ist“, so Brandes. Für sie stand fest: „Ich glaube, dass der Austausch zwischen Kommunen und Landwirten in der heutigen Zeit wichtig ist. Kommunikation ist das A und O und manchmal hilft es, sich in die Lage eines Gegenübers zu versetzen.“
