Lokales 22.05.2026

Fulda und Petersberg Pilotstandort für Bundesprojekt „Schneller Gründen“

Fulda (pm/gü) – Die Stadt Fulda mit der Nachbargemeinde Petersberg ist als einer von neun Standorten in Deutschland für die Pilotierung des Bundesprojekts „Schneller Gründen“ ausgewählt worden. Das Projekt zielt darauf ab, den Gründungsprozess in Deutschland deutlich zu vereinfachen, zu beschleunigen und vollständig zu digitalisieren. Dabei arbeiten Bund, Länder und die Kommunen Hand in Hand um noch bürgerfreundlicher zu werden.

Foto: Stadt Fulda.

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Archivfoto: Jasha Günther.

„Gründen in Fulda soll künftig einfacher, schneller und digitaler werden. Als eine von bundesweit nur neun Pilotkommunen ist die Stadt Fulda mit der Nachbargemeinde Petersberg ausgewählt worden, gemeinsam mit dem Land und dem Bund die Prozesse zu vereinfachen und zu erproben“, sagt Hessens Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz: „Die Bewerbung war eine echte Gemeinschaftsleistung. Mit diesem Projekt setzen wir ein klares Signal: Staatsmodernisierung ist für die Menschen da. Wir müssen, wo es nur geht, Impulse für Wachstum und Entlastung setzen. Das ist einer davon.“ Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori ergänzt: „Das Projekt ‚Schneller Gründen‘ macht den Weg frei für mehr Unternehmergeist und weniger Bürokratie. Fulda wird dabei eine Schlüsselrolle spielen: Als Pilotregion zeigt Osthessen, wie moderne, digitale Verwaltung Gründungen spürbar beschleunigen kann. Dass Fulda in dieses Bundesprojekt aufgenommen worden ist, ist ein starkes Signal – für den Standort, für Gründerinnen und Gründer und für ein Hessen, das gestalten will und nicht abwartet. Ich gratuliere zu diesem Erfolg.“

Prof. Dr. Kristina Sinemus, Ministerin für Digitalisierung sagt: „Mit dem von Hessen eingebrachten Beschluss ‚Gründen in 24h‘ hat die Digitalministerkonferenz am 13. Mai ein wichtiges Signal gesetzt: Unser Ziel ist eine vollständig digitale Unternehmensgründung innerhalb von 24 Stunden. Dafür müssen Verwaltungsleistungen digital gebündelt, Register besser vernetzt und das Once-Only-Prinzip konsequent umgesetzt werden. Das spart Zeit, reduziert Bürokratie und stärkt Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit.“ Manfred Pentz, Minister für Entbürokratisierung sagt: „Wir wollen Hessen besser, schneller und einfacher machen. Dazu gehört natürlich auch die Startup-Szene. Dass Fulda beim Pilotprojekt mit dabei ist, zeigt einmal mehr: Wenn es um Bürokratieabbau geht, spielt Hessen in der ersten Liga.“ Und Justizminister Christian Heinz sagt: „Gute Ideen dürfen nicht an Formularen und rechtlichen Hürden scheitern. Wer ein Start-up gründen will, soll das schnell, digital und rechtssicher tun können – auch vom Notartermin bis zur Handelsregistereintragung. Daher freuen wir uns sehr, dass die Stadt Fulda vom Bund als Pilotstandort für ‚Schneller gründen‘ ausgewählt wurde. Die Erkenntnisse und Erfahrungen daraus sind sicherlich sehr wertvoll, nicht nur für die Stadt, sondern auch für ganz Hessen.“

Freude über die Entscheidung gibt es auch bei der Stadt Fulda. „Dass Fulda als Pilotstandort für „Schneller Gründen“ ausgewählt wurde, ist ein starkes Signal für unseren Wirtschaftsstandort. Wir übernehmen damit eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren“, so Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld: „Wer ein Unternehmen gründen will, braucht keine unnötigen Hürden, sondern klare, schnelle und digitale Abläufe. Gemeinsam mit dem Bund, dem Land Hessen und den beteiligten Behörden wollen wir den Weg in die Selbstständigkeit spürbar einfacher machen.“

 

Das Projekt „Schneller Gründen“

„Schneller Gründen“ ist ein gemeinsames Projekt von Bund und Ländern, verankert im Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Kernziel ist es, den formalen Gründungsprozess – von der Gewerbeanmeldung über die Erteilung der Steuernummer bis hin zum Handelsregistereintrag (falls erforderlich) – so zu gestalten, dass Gründerinnen und Gründer rechtssicher ihre erste Rechnung stellen können. Der Prozess soll vollständig digital, nutzerfreundlich und ohne redundante Dateneingaben ablaufen. Ein zentraler Baustein ist der digitale Kombiantrag für Gewerbe- und Steueranmeldung, der ab Juli 2026 an den Pilotstandorten unter Realbedingungen getestet wird. Da über 80 Prozent aller Neugründungen Einzelunternehmen sind, setzt das Projekt hier an: Durch die Bündelung der Anträge werden Doppelerfassungen vermieden, Rückfragen reduziert und der Prozess deutlich beschleunigt.

 

Vorteile für Kommunen und Gründer

Für Gründerinnen und Gründer bietet die Teilnahme am Pilotprojekt konkrete Vorteile:

- Zeitersparnis: Keine mehrfache Eingabe gleicher Daten – der Kombiantrag vereinfacht die Anmeldung von Gewerbe und Steuern in einem Schritt.

- Weniger Bürokratie: Klare Übersichten und Checklisten machen die notwendigen Schritte transparent und reduzieren Unsicherheiten.

-  Schnellere Handlungsfähigkeit: Das Ziel ist, dass Gründende so schnell wie möglich rechtssicher ihre erste Rechnung ausstellen können – ein entscheidender Faktor für den Start in die Selbstständigkeit.

- Mitgestaltung: Als Pilotstandort hat Fulda die Chance, die Lösung aktiv mitzuprägen und frühzeitig von den Verbesserungen zu profitieren.

Für die Verwaltung bedeutet das Projekt eine Entlastung durch höhere Datenqualität und weniger manuelle Nacharbeit. Langfristig soll „Schneller Gründen“ bundesweit skaliert werden und fragmentierte Online-Anträge ersetzen.

 

Zeitplan und weitere Informationen

Mai 2026: Start der Zusammenarbeit mit den Pilotstandorten für den Kombiantrag.

Juli 2026: Beginn der Erprobung unter Realbedingungen.

Anschluss: Nach erfolgreicher Pilotphase folgt die Ausweitung auf weitere Unternehmensformen und die bundesweite Einführung.

Unter www.schneller-gruenden.bmds.bund.de können sich Interessierte über das Projekt informieren.