Lokales 18.05.2026

Neue Malteser-Rettungswache Petersberg eingeweiht – Offene Türen

Petersberg (gü) – Die Malteser haben ihre neue Rettungswache in Petersberg bezogen und am Sonntag wurde die Einweihung gefeiert. Zunächst gab es Grußworte und den Segen für die neuen Räume und drei neue Fahrzeuge, dann war bei einem Tag der offenen Tür auch die Bevölkerung eingeladen, sich umzusehen und sich näher über die Arbeit der Malteser und ihrer Partner zu informieren.

Frederik Schmitt (links) und Andreas Jehn. Foto: Jasha Günther.

Die neue Rettungswache der Malteser befindet sich im ehemaligen Autohaus Jakob im Kreuzgrundweg, fast in Sichtweite des alten Standorts, der zu klein geworden war. Rund 5000 Einsätze würden von der Wache, auf der etwa 60 Personen arbeiten, mittlerweile pro Jahr gefahren, sagte Bezirksgeschäftsführer Markus Schips. Lange seien die Malteser schon auf der Suche nach einem neuen Standort gewesen, was aus verschiedenen Gründen nicht ganz einfach sei. Einen besonderen Dank richtete er an die Familie Jakob, die sich schon früh zusammen mit den Maltesern an einen Tisch gesetzt habe. „Und sie haben knapp 1,3 Millionen Euro investiert“, fügte Schips an. Wachleiter Andreas Jehn blickte auf den Umzug zurück, der bereits im Oktober vergangenen Jahres bei laufendem Betrieb erfolgt war, und gut geklappt habe, weil alle mit angepackt hätten. „Die neue Rettungswache ist nicht nur ein neues Gebäude, sondern ein Zeichen dafür, dass sich Rettungsdienst weiterentwickelt“, sagte Jehn. Die Wache sei nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein Ort, an dem Teamgeist, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung gelebt werden.

Als Ehrengäste waren Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt, Klinikums-Vorstand Michael Wilhelm, mehrere Bürgermeister und Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Vertreter anderer Rettungsorganisationen sowie natürlich zahlreiche Malteser und die Hausherren Peter und Benjamin Jakob begrüßt worden. Schmitt hob hervor, dass die neuen Rettungswachen, die in den vergangenen Monaten eröffnet worden seien, das eine seien. „Ohne die Personen, die tagtäglich die Einätze fahren, ohne Sie wäre der Rettungsdienst bei uns im Landkreis Fulda nicht möglich“, hob er an die auch zahlreich anwesenden Rettungsdienstmitarbeiter gewandt hervor. Wilhelm bezeichnete die Einweihung als ein sichtbares Zeichen für die Sicherheit, Verantwortung und Zukunftsfähigkeit der Region. „Eine leistungsfähige Notfallversorgung ist keine Selbstverständlichkeit“, so Wilhelm. Er hob das gute Miteinander der Akteure in der Notfallversorgung hervor, alle hätten dabei ein gemeinsames Ziel: Den Leuten schnell und professionell zu helfen und sie dabei auch als Mensch zu sehen. Pfarrer Jens Körber segnete im Anschluss die Wache, die drei neuen Fahrzeuge und die Menschen die dort arbeiten und ein- und ausgehen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil waren alle eingeladen, sich selbst ein Bild von den neuen Räumen zu machen. Von der Fahrzeughalle haben die Mitarbeitenden Zugang zu Funktionsräumen wie Lager und Desinfektion, einem direkten Durchgang zu dem Flur, in dem die Ruheräume liegen und zu einer Schleuse mit Duschen und Zugang zur Umkleide. Zur Wache gehören zudem mehrere Büros, eine Lounge zum Entspannen und ein großer Aufenthaltsraum mit Küche. Dort wird morgens gemeinsam gefrühstückt an einem von Mitarbeitern selbst gebauten Tisch, in dessen Platte diverse Medizin-Utensilien eingearbeitet sind. Auch einen größeren Raum, der für Schulungen, Ausbildungsveranstaltungen oder auch größere Besprechungen genutzt werden kann, gibt es. Im Keller befinden sich ein Lager für Ausbildungsmaterial und die Wäschekammer sowie eine Tiefgarage, in der weitere Einsatzfahrzeuge und Material untergebracht sind. Auf dem Hof waren zum Tag der offenen Tür verschiedene Essens- und Getränkestände aufgebaut, es gab unter anderem Kaffee und Kuchen, Gegrilltes und Flurgönder. Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg austoben und neben den Maltesern präsentierte sich auch die Feuerwehr bei der Fahrzeugausstellung. Bergwacht, Polizei und AOK waren zudem mit Infoständen vor Ort.