SV Petersberg
Der SV Petersberg will zurück ins Oberhaus – und macht daraus keinen Hehl, wie Vorstandssprecher Frank Urspruch und Trainerin Anja Heck betonen: „Unser Saisonziel ist der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga“. Ein ambitioniertes, aber nicht unrealistisches Ziel. Denn das Team ist im Kern geblieben, ergänzt wurde es aber um Divyanshu Dewangan, der kürzlich als Neuzugang vorgestellt wurde und bei Abwesenheit von Vinita Bhardwaj die Lücke füllen kann. Damit ist der erlaubte „Ausländerplatz“ beim SVP dauerhaft besetzt. Und auch fleißig waren die Schützinnen und Schützen in der Pause: „Sie gehen ja alle ganz normalen Berufen oder dem Studium nach. Das Training im Schießsport lässt sich auch sehr gut ohne die Mannschaftskollegen durchführen. Aber natürlich haben wir auch wieder gemeinsam am Petersberg trainiert“, so die Verantwortlichen.
Am ersten Wochenende werde erkennbar sein, wie gut die Konkurrenz aufgestellt ist. „Einen klaren Favoriten sehen wir in der Liga aktuell nicht“, so Urspruch und Heck. Aber auch die heimatnahe Konkurrenz sei stark einzuschätzen, „das hat man ja an den Ergebnissen und der Platzierung im Vorjahr gesehen“. Bundesliga-Absteiger Steinbach beispielsweise könne ganz vorne mitmischen. „Als wir abgestiegen sind, waren wir in der Folgesaison ja gleich Meister in der 2. Liga geworden“, erinnern sich die Petersberger, doch betonen: „Wir nehmen alle Wettkämpfe gleich ernst. In dieser Klasse kann jeder Wettkampf gewonnen, aber auch verloren werden“.
Los geht es für den SVP direkt mit dem Heimwettkampf am Sonntag im Schützenhaus: Um 10 Uhr geht es gegen die SGes Heepen, und um 15.45 Uhr heißt der Gegner SSGem Kevelaer. Die Osthessen treten mit Divyanshu Dewangan, Johanna Tripp, Tom Barbe, Jana Heck und Danilo Zeihs an. Mona Heck steht als Ersatz bereit, während Michael Döllinger sich um die Technik im Haus kümmern muss. Bhardwaj ist nicht vor Ort, kommt aber abwechselnd mit dem Neuzugang zu den Wettkämpfen. Der Wettkampftag in Petersberg läuft derweil wie im Vorjahr ab: „Wir schießen im Schützenhaus mit ‚offenen‘ Ständen, so dass das Publikum die Sportler live sehen kann. Wir rechnen mit zahlreichen Besuchern, und hoffen natürlich auch eine ähnliche Resonanz wie im Vorjahr und natürlich würden wir uns die ersten Pluspunkte auf dem Punktekonto wünschen“.
SV Stärklos
Der SV Stärklos wird erst an Nikolaus seinen Heimwettkampf absolvieren, und reist am Wochenende stattdessen nach Dortmund: Dort steigt zum Auftakt um 11.30 Uhr gleich das Derby gegen den SV Steinbach, im zweiten Duell geht es dann um 14.15 Uhr gegen Inden/Altdorf. Und für die Haunetaler steht vorab nur eins im Mittelpunkt: der Klassenerhalt. „Die vergangene Runde war für uns sehr erfolgreich, und unsere Mädels haben gezeigt, was in ihnen steckt. Darauf sind wir stolz“, teilen Trainer Tim Becker und Heiko Faust als Vorsitzender mit: „Gleichzeitig wissen wir, dass jede Saison wieder bei null beginnt. Die 1. Bundesliga wäre für unseren Verein aktuell noch eine Nummer zu groß. Deshalb wollen wir uns in der 2. Bundesliga möglichst früh vom Abstiegskampf fernhalten und die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln“.
Eine stabile Basis sei auch über die Saison hinaus sehr wichtig – der Nachwuchs soll weiterentwickelt werden und den jungen Sportlern solle ein Ziel vor Augen geführt werden. Daher soll die zweite Liga langfristig gehalten werden. Der Verein habe dabei großes Vertrauen ins Team: „ Besonders freut uns, dass Anna-Lena Götz aus dem eigenen Nachwuchs in den erweiterten Kader nachrückt. Sie hat jetzt das erforderliche Mindestalter erreicht und soll Schritt für Schritt erste Erfahrungen auf Bundesliga-Niveau sammeln“.
Die fünf Stammschützinnen der Vorsaison – Lena Bianca Beul, Jaqueline Becker, Anna Klee, Leonie Götz und Leah Faust – sind an Bord geblieben, was zudem ein großer Vorteil sei, da sie schon viele enge Wettkämpfe gemeinsam erlebt haben. Die Vorbereitung lief in diesem Jahr aber sehr individuell ab, so die Verantwortlichen: „Durch verschiedene Terminüberschneidungen haben wir seit dem Sommer keinen Termin gefunden, an dem die komplette Mannschaft zusammen trainieren konnte. Dabei war es uns auch wichtig, auf die persönliche Situation unserer Schützinnen Rücksicht zu nehmen: Für Anna Klee und Leonie Götz standen das Abitur sowie die Vorbereitung auf ihren weiteren Weg ins Studium im Vordergrund. Das ist natürlich nicht ideal für gemeinsame Trainingseinheiten. Durch die Mischung aus erfahrenen Schützinnen und Kadermitgliedern bringt aber jede Athletin ihr eigenes Trainingsprogramm und ihre Wettkampferfahrung mit“. Der Start sei daher nun wie ein Sprung ins kalte Wasser, doch Stärklos reist bereits mit seinen Fans schon am Vortag an, um sich zu akklimatisieren.
Die Liga sei ein „echtes Haifischbecken“ und eine der stärksten Zweitliga-Staffeln. „Das Niveau ist in den vergangenen Jahren extrem hoch geworden“, so der SV Stärklos, der den Favoritenstempel aber „vor allem dem SV Petersberg als ehemaligem Bundesligisten und dem SV Steinbach als Absteiger“ aufdrückt. „Auf die osthessischen Duelle freuen wir uns natürlich besonders“. Dabei fällt auch der Termin am 17. Januar in Steinbach ins Auge: Dort heißt es zum Abschluss, Stärklos gegen Petersberg. „Je nach Saisonverlauf kann das ein echter osthessischer Saisonhöhepunkt zum Abschluss werden – mit vielen Zuschauern, einer tollen Atmosphäre und einem sportlich spannenden Rahmen“, so der Verein, der sich abschließend bei Gönnern, Sponsoren und Fans bedanken möchte. Sie füllen den Verein mit Leben und sorgen für besondere Unterstützung der Schützinnen beim Wettkampf.
SV Steinbach
Auch Steinbach freut sich tierisch auf die neue Saison: Nach einer „unfassbaren“ Runde im Oberhaus ist der Verein zurück in Liga zwei, doch die Vorfreude ist trotzdem riesig. „Mit den gewonnenen Erfahrungen und einem starken Team möchte die Mannschaft in jedem Wettkampf das Maximum erreichen“, heißt es vom SV Hubertus Steinbach. Das erste Wettkampfwochenende führt die Mannschaft ebenfalls nach Dortmund in das MEC Shooting Center.
Erster Gegner am Sonntagvormittag ist die Mannschaft vom SV Stärklos. Die Schützen aus dem Nachbarkreis werden „der erste Gradmesser“, so die Steinbacher. Am Nachmittag folgt dann das Duell mit dem gastgebenden Verein BSV Buer-Bülse II. „Auch dieser Wettkampf wird nicht minder herausfordernd sein“, heißt es. Die Steinbacher können jedoch bei diesem Auftakt-Wochenende mit starker Unterstützung vor Ort rechnen: Der Vereinsausflug wurde bereits so geplant, dass am Wettkampfsonntag die Vereinsmitglieder die Mannschaft auf dem Schießstand tatkräftig unterstützen. Im Team der Osthessen gelistet sind Tessa Lambrechts, Andrei Rizea, Alexander Röller, Apurvi Chandela, Svenja Neidhart, Lina Jung, Luc Dingerdißen sowie Marlene Most.
