Lokales 24.09.2026

Brandes: „Macht mich wütend“ – Vandalismus im Schwesterngarten

Petersberg (maa) – Innerhalb von einem Jahr gab es drei Zwischenfälle, nun einen mit großem Ausmaß – im Petersberger Schwesterngarten wurde wiederholt ein Sandstein besprüht, der auch für Trauungen genutzt wird. Zusätzlich wurde ein Zaun stark beschädigt. Bürgermeisterin Claudia Brandes nimmt immer mehr Fälle dieser Art wahr, und sie wendet sich direkt an den oder die Täter.

Fotos: Gemeinde Petersberg

„Es passiert permanent“, sagt Bürgermeisterin Brandes auf Nachfrage. Vor allem Spielplätze, Parkanlagen und öffentliche Treffpunkte würden unter Randalen leiden. „Viele entsorgen ihren Müll, die Tore des Sportvereins werden kaputt gemacht oder Dinge bemalt“, erklärt sie. „Vielleicht ist den Leuten langweilig oder es ist ein Gesellschaftsphänomen. Es ist asozial“, fügt sie hinzu. 

Auch im Schwesterngarten wurde bereits mehrmals randaliert, was einen hohen Aufwand mit sich bringen würde: „Es lässt sich super schlecht reinigen. Das muss nun geschliffen werden“, so Brandes. „Wir müssen Steuergelder aufwenden, wo das Geld den Kommunen fehlt. Das macht mich wütend“. 

Eine Anzeige wurde erstattet, die Polizei gehe dem Fall nach. „Wir schauen nicht weg, es folgt eine Strafe“, macht Brandes klar, die besonders von vielen Fällen in ihrer Gemeinde spricht – die umliegenden Orte seien etwas weniger betroffen. Einige Fälle, beispielsweise von illegaler Müllentsorgung, konnten durch Zeugen aufgedeckt werden. In solchen Fällen würden die Einzelfälle betrachtet und Strafen ausgehandelt werden.

„Ein Leben, in dem alles überwacht ist, könnte ich mir nicht vorstellen“, sagt Brandes zu möglichen Überwachungskameras allerorts, die zudem aktuell rechtlich noch nicht installiert werden dürften. Brandes wolle nicht, dass öffentliche Orte überwacht werden müssen. Die Prüfung und Wartung der Kameras koste zudem viel Geld. Die Bürgermeisterin richtet sich deshalb an alle Täter: „Mein Apell ist: Haltet euch an die Spielregeln des allgemeinen Lebens. Wer eine Beschäftigung sucht und wem langweilig ist, kann sich gerne bei mir melden“.