„Wir begrüßen die Freigabe der Übernahme von 178 tegut-Standorten durch den Edeka-Verbund. Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten und die Menschen in den betroffenen Regionen: Damit erhalten die rund 3700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 190 Auszubildende, eine klare Zukunftsperspektive“, schreibt der Edeka-Verbund in seiner Stellungnahme. Zugleich bleibe eine wohnortnahe Nahversorgung in den betreffenden Regionen erhalten. Gerne hätte Edeka noch weitere Filialen übernommen, dem stimmte das Bundeskartellamt jedoch nicht zu. So heißt es in der Stellungnahme von Edeka weiter: „Wir bedauern jedoch sehr, dass wir infolge des erstmals angewandten, deutlich verschärften Prüfungsmaßstabs des Bundeskartellamts auf eine erhebliche Zahl von Standorten verzichten mussten, die nach unserer Auffassung auf Grundlage der bisherigen Entscheidungspraxis ohne Weiteres freigabefähig gewesen wären. Den hiervon betroffenen Beschäftigten können wir deshalb leider keine Perspektive im Edeka-Verbund bieten.“
Zur Zukunft der übernommenen Filialen teilt Edeka mit, dass diese nun schrittweise in den genossenschaftlichen Verbund integriert und wirtschaftlich stabil aufgestellt werden sollen. „Damit verbunden sind Investitionen in die Märkte, eine größere Sortimentsvielfalt, wettbewerbsfähige Preise und bessere Chancen für regionale und lokale Lieferanten“, heißt es von Edeka: „Unser genossenschaftliches Modell mit selbstständigen Kaufleuten bietet dafür gute Voraussetzungen: Sie kennen die Bedürfnisse vor Ort und können die Märkte nah an den Kundinnen und Kunden weiterentwickeln.“ Auf die Filialen, die künftig von Netto Marken-Discount betrieben werden, würden wirtschaftlich stabil aufgestellt und zukunftsfähig weitergeführt. Neben Filialen übernimmt Edeka auch weitere Unternehmensteile und schreibt dazu: „Unsere Fortführungskonzepte für das Logistikzentrum in Hünfeld-Michelsrombach sowie die Herzberger Bäckerei können wir aufgrund der Entscheidung weiterverfolgen. Wir bleiben zuversichtlich, auch hier einen wesentlichen Teil der Arbeitsplätze sichern zu können.“
Folgende Filialen in Osthessen werden von Edeka übernommen:
Bad Hersfeld, Benno-Schilde-Straße 8
Bad Salzschlirf, Fuldaer Straße 52
Fulda, Am Emaillierwerk 1
Fulda, Keltenstraße 20
Fulda, Rabanusstraße 3
Hünfeld, Josefstraße 3
Petersberg, Breitunger Straße 2-4
Schlitz, Bruchwiesenweg 2
