Die SG Marbach/Dietershan liegt mit erst einem Punkt aus acht Spielen am Tabellenende – noch: Denn aus dem 1:9 vergangene Woche in Großenlüder könnte plötzlich ein Sieg werden. Die SGMD bestätigte zuletzt, den Fall in Abstimmung mit dem HFV weitergegeben zu haben, denn die Teutonia hatte offenbar mit Felix Schlitzer einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt, der eigentlich noch gesperrt gewesen wäre. Eine Entscheidung des Sportgerichts naht, wie Trainer Timo Peikert am Freitagnachmittag sagt: „Ich habe aktuell noch nichts gehört“, so Peikert, doch die Frist für die Stellungnahme Großenlüders sei verstrichen. „Ich denke, da wird die nächsten Tage noch etwas kommen“. Der Dreier wäre für die SG unglaublich wichtig, schließlich gab es sportlich bisher erst ein Pünktchen beim 2:2 gegen Bachrain. „Die Punkte würden wir natürlich gerne nehmen und uns nicht wehren – aber wir wollen uns natürlich auch am Platz endlich mal einen Sieg verdienen“, macht Peikert klar.
Gegen Bachrain oder auch Müs (2:3) zeigte die SGMD, dass die Mannschaft konkurrenzfähig ist – doch es waren auch die einzigen Spiele, wo der Kader halbwegs komplett war, bedauert der Coach: „Aktuell machen wir es uns selbst schwer, weil jede Woche etliche Leute fehlen“. Gegen Großenlüder beispielsweise hatte Peikert insgesamt 14 Mann, davon nur neun aus dem eigentlichen KOL-Kader. „Im Amateurbereich fehlt immer mal jemand, aber in der Hülle und Fülle, wie es aktuell kommt, ist es schwer, bestehen zu können“. Auch am Wochenende fehlen einige Akteure, wenn am Samstag in Marbach der Verein zum Fest einlädt. Um 15.30 Uhr kommt das KOL-Team der SG Ehrenberg, hinterher spielt die zweite Mannschaft gegen die SGE-Reserve. Und die Rhöner reisen mit ähnlichen Sorgen an: Nach der Vizemeisterschaft in der Vorsaison steht Ehrenberg gerade einmal mit sechs Punkten nach acht Spielen auf Platz 14. „Sie haben wohl ähnliche Probleme wie wir. Wir müssen umbauen, dadurch spielen einige nicht auf Positionen, die sie kennen oder wo sie sich am wohlsten fühlen. Aber dennoch denke ich, dass Ehrenberg besser ist, als sie dastehen“, so Peikert. Hoffnung würden ihm die genannten Spiele gegen Müs und Bachrain geben, als das Schlusslicht zeigte, jeden ärgern zu können. „Aber auch dann gilt die Fußballerweisheit: Wenn du untendrin stehst, hast du auch die Seche am Fuß“, bedauert der Trainer.
Der RSV Petersberg gastiert indes am Sonntag um 17 Uhr bei der SG Hilders/Simmershausen und beschließt damit den Spieltag. Nach bisher 18 Punkten aus acht Spielen steht der RSV ganz oben dran und könnte auch Spitzenreiter Reulbach einholen, der ein schweres Spiel in Engelhelms hat. Gleichzeitig wollen die Petersberger ungeschlagen bleiben – und Selbstvertrauen für die nächste Woche sammeln, wenn das Derby gegen Marbach wartet. Gespielt wird am Sonntag auf dem Rasen in Simmershausen.
